Nicht immer ist der komplizierteste Trick der beste
Manchmal tut es gut, seinem inneren Magier einen kleinen Denkzettel zu verpassen. Wir neigen oft dazu, bestimmte Routinen aufgrund ihres technischen Aufbaus abzuwerten – nach dem Motto: „Ach, da ist kein Top Change, kein Double Lift oder Empalme dabei, also ist es ein schwacher Effekt.“ Falsch gedacht! Das ist ein klassischer Anfängerfehler, denn der Laie sieht keine Fingerfertigkeit, er sieht nur den Effekt und das Ergebnis – die „äußere“ Wirkung. Was im Verborgenen passiert, interessiert ihn überhaupt nicht, das ist nur für uns Magier wichtig.
Dieses Wochenende wollte ich ein kleines Experiment wagen.
Auf der Geburtstagsfeier einer Freundin habe ich ein ganz schlichtes Stück vorgeführt: „Aburrido de Mezclar“ (Langweilig zu Mischen), eine Vorhersage, die technisch absolut nichts erfordert. Danach habe ich die „Jazz Aces“ gezeigt, mit all ihren Elmsley-Counts und Double Lifts... Ein Weilchen später habe ich in die Runde gefragt: „Was hat euch eigentlich am besten gefallen?“
Und alle sagten: die Vorhersage.
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