Gadgets für eure Bastelwerkstatt – Der Eckenabrunder
Im Laufe der Jahre wurden in der Zauberkunst praktisch alle erdenklichen Werkzeuge genutzt, um neue Tricks und Effekte zu erschaffen.
Vom einfachsten Hilfsmittel bis hin zu Werkzeugen, die speziell für einen oder mehrere Zwecke entwickelt wurden.
Alle Arten von Materialien und Werkzeugen, die über die Jahre unsere persönliche Bastelwerkstatt prägen.
Ich möchte mich auf diejenigen konzentrieren, die vor allem bei Karten zum Einsatz kommen (auch wenn sie natürlich für andere Dinge genutzt werden können).
Vom typischen Markieren der Karten mit Bleistift oder Kugelschreiber bis hin zur klassischen Nagelknipser-Methode, um einen einfachen Short-Card-Effekt (Crimp/Bisel) zu erzielen und die Karte zu kontrollieren – beides sind sehr normale und äußerst nützliche Hilfsmittel.
In meinen ersten Jahren als Zauberer war der Nagelknipser eines meiner liebsten Werkzeuge für einen Force. Mit der Zeit (und so lernt man am besten, wenn man selbst forscht) entdeckte ich dieses wunderbare Werkzeug, einen Eckenabrunder, und von da an änderte sich alles.
Ich muss sagen, das ist die beste Investition meines Lebens gewesen, zusammen mit meinem Papierschneider.
Jetzt lässt sich jedes normale Kartenspiel in jedes beliebige gaffed Deck oder in Key Cards verwandeln.
Übrigens: Mein Papierschneider ist ein günstiges Modell aus dem Discounter. Ich habe ihn selbst modifiziert und eine Führungsschiene angebracht, um den Schnitt präzise nahe der Klinge zu kontrollieren und Maße exakt einzustellen.
Ich hatte ihn früher oft benutzt, um Short Cards zu machen, aber die Enden waren immer spitz zulaufend, ganz zu schweigen von den unsauberen Kanten...
Aber mit dem Eckenabrunder war das Problem gelöst.
Ich finde, wenn man anfängt, sollte man sein Geld in die wichtigen Dinge stecken und beim Rest sparen.
Wenn du Profi bist und buchstäblich Decks „verheizt“, verstehe ich, dass du dir teure Spezial-Decks kaufst. Aber als Anfänger oder Hobby-Magier ist es super, wenn man sich eigene Stripper Decks, Svengali Decks, Short Cards etc. mit gebrauchten (oder natürlich auch neuen) Karten selbst basteln kann. Es ist einerseits nachhaltig und man muss am Anfang nicht zu viel in die typischen Gimmick-Decks investieren, die wir Zauberer ohnehin meistens in irgendeiner Schublade liegen haben und selten im Alltag nutzen (jeder Jeck ist anders, aber mir geht es meistens so).
Das heißt natürlich nicht, dass man keine fertigen Spezial-Decks kaufen sollte. Meistens sind diese perfekt verarbeitet, und bei der „Do-it-yourself“-Variante hängt das Endergebnis eben von der eigenen Sorgfalt ab.
Trotzdem werden deine Karten dank des Eckenabrunders (und eines guten Papierschneiders) absolut professionell aussehen.
Das war’s auch schon. Ich glaube nicht, dass ich die Anwendung groß erklären muss; die Möglichkeiten liegen auf der Hand.
Wer ihn schon kennt, für den ist das nichts Neues, und wer ihn noch nicht kennt: Es wird höchste Zeit, sich einen zuzulegen.
Viele Grüße an alle und gute Magie!!!
Ich erinnere mich an ein schon etwas älteres Handbuch...
"Das gestimmte Spiel"...
Das eine Schlüsselkarte mit beschnittenen Ecken verwendet...
Ein klassisches Juwel...
Der Eckenrunder ist genial!
Klasse Beitrag! Tausend Dank!
Der Eckenrunder ist einfach wunderbar, um Kurzeck-Karten herzustellen.
Die Kurzecke wird völlig unterschätzt und ist ein wirklich nützliches Hilfsmittel!