Zauber-Workshop - Anleitung/Tutorial für den Loop-Knitter TEIL 2 (von 2)
Kommen wir zum spannendsten Teil.
TEIL 2 - Der eigentliche Loop-Knitter
Da habt ihr ihn also, ohne viel Drumherum.
Wenn man ihn so sieht, macht er nicht viel her, oder?
Wichtig ist dieser Teil hier, und natürlich wieder die Maße
Bei mir beträgt der Handgelenksumfang etwa 20 cm + 4 oder 5 cm (diese Extra-Zentimeter sind nötig, um den Knoten ordentlich binden zu können). Das ergibt ein Brett von 25 cm, gemessen von der ersten bis zur letzten goldenen Linie.
Das bedeutet Folgendes:
Von Punkt A zu Punkt B muss der Abstand der Hälfte eures Handgelenksumfangs entsprechen (bei mir 10 cm) und von Punkt B zu Punkt C wiederum die Hälfte des vorherigen Abstands (bei mir 5 cm).
Wir könnten das die "Halbe-Halbe-Regel" nennen.
Und was hat es mit den orangenen und grünen Linien auf sich????? Und diesem Loch?
Ganz einfach: für die Loops, die ich für meine 7-jährige Tochter mache 😊
Ihr Handgelenk ist natürlich noch sehr schmal, und sie braucht maßgeschneiderte Loops (mehr als jeder andere).
Auf dem Brettchen waren es nur ein paar Linien, aber beim Loop-Knitter habe ich das mit einem zusätzlichen Loch so gelöst.
Wenn ich Loops für sie mache, stecke ich einfach einen Stift in dieses Loch und nutze dieses Setup für ihre Mini-Loops.
Gut, bisher haben wir also gesehen, dass dieses „Ding“ im Grunde ein Brett mit ein paar hineingesteckten Stiften ist (in bestimmten Abständen).
Ich habe mir damals einfach ein DIN-A4-Blatt genommen und mit meinen Maßen eine Skizze gezeichnet.
Wie ihr sehen könnt, hat der Loop-Knitter eine Vorrichtung, um die Fäden direkt darauf vorzubereiten. Da ich später aber mehrere Brettchen gebaut habe, um schneller arbeiten zu können, habe ich das Ganze so angepasst, dass ich jedes Brettchen über Holzdübel und Löcher direkt darauf stecken kann.
Das müsst ihr euch also bauen:
Ein etwas dickeres Holzbrett, damit wir die „Stifte“ darin befestigen können.
Die „Stifte“, die nichts anderes als unsere Führungsstifte sind, habe ich in meinem Fall aus Zeltheringen aus dem Billigladen gebaut. Man kann aber auch jeden anderen Stab nehmen (am besten aus Metall), wie z. B. Essstäbchen aus Metall, oder alles andere, worauf der Faden gut gleitet, ohne zu reißen.
Eine Bohrmaschine und einen Bohrer im Durchmesser der Heringe.
Mehr braucht es nicht – nur ein bisschen Bastelarbeit und Geduld.
Wenn ihr das Material da habt, sollte der Bau nicht länger als eine Stunde dauern.
Hier ist noch ein Beispiel für einen Multi-Knitter (was man nicht alles für Ideen hat): gemacht aus einem Küchen-Schneidebrett und ein paar Piratenflaggen-Masten aus dem Billigladen.
Hier sieht man die vorbereiteten Loops nach dem Dreifachknoten und vor dem Abschneiden.
Wir sind jetzt an dem Punkt, an dem ich eigentlich ein Video hochladen müsste, um euch genau zu zeigen, wie ich das mache. Aber das Schreiben dieses zweiten Teils hat mich schon fast eine Stunde gekostet (obwohl es gar nicht so viel Text ist). Es ist jetzt 1 Uhr nachts (in Spanien) und ich bin sterbensmüde.
Abgesehen von dem Video – sobald ich wach bin und meinen Kaffee hatte, verspreche ich euch, mich direkt ranzusetzen, aber ansonsten habt ihr ja erst mal genug zu tun, um alles vorzubereiten.
Auf der einen Seite die "Brettchen" (https://magigram.com/es/club/beginners/taller-de-magia-guia-tutorial-de-la-tejedora-de-bucles-loops-knitter-parte-1-de-2-1048/), auf der anderen der Loop-Knitter.
Es ist alles super einfach, man muss es nur anpacken.
Wie gesagt, das Video nehme ich auf und lade es in etwa 8 bis 9 Stunden hoch. Die ganz Cleveren unter euch werden es aber wahrscheinlich gar nicht mehr brauchen, wenn sie logisch mitdenken.
Fürs Erste habt ihr also genug zu tun, bis ich das Video mit dem gesamten Ablauf hochlade, das ich als Antwort direkt in diesem Post posten werde und zwar als "Lösung".
Beste Grüße an alle und Gut Trick!!!
Puh... das hat jetzt doch länger gedauert, als ich mir je hätte vorstellen können.
Ich hoffe, es ist einigermaßen brauchbar geworden. Ich musste ein bisschen schneiden, um ein paar Patzer durch die Nervosität beim Live-Dreh auszubügeln. Außerdem musste ich die Qualität für YouTube herunterschrauben (da das kostenlose Vimeo bei der Dateigröße limitiert) und das Ganze hochladen – deshalb hat es sich am Ende so verzögert.
Im Prinzip dürfte es jetzt kaum noch offene Fragen geben.
Falls ihr trotzdem noch Fragen habt, meldet euch einfach.
Ich empfehle, zuerst die beiden Beiträge zu dem Thema zu lesen: Teil 1 (https://magigram.com/es/club/beginners/taller-de-magia-guia-tutorial-de-la-tejedora-de-bucles-loops-knitter-parte-1-de-2-1048/) und danach Teil 2 (https://magigram.com/es/club/beginners/taller-de-magia-guia-tutorial-de-la-tejedora-de-bucles-loops-knitter-parte-2-de-2-1049/), bevor ihr euch dieses Video anschaut, in dem ich einige Dinge voraussetze, die ich in den Beiträgen bereits erwähnt habe.
Viel mehr gibt es nicht zu sagen. Beste Grüße an alle und gut Kunst!!!
Unglaubliche Arbeit und eine riesige Hilfe, Wahnsinn!
Das ist das letzte Video (das versichere ich euch).
Es ergänzt das vorherige.
Nehmt euch jetzt ruhig Zeit, um beide Beiträge zu lesen und die Videos anzuschauen.
Bei Fragen einfach fragen!
Viele Grüße und gut Trick!!!
HINWEIS: Soweit ich weiß, ist das eine absolute NEUHEIT – also, falls jemand diese Methode schon kannte, hat er sie jedenfalls noch nie erklärt.
Ich wiederhole, soweit mir bekannt ist, ist das meine eigene Idee. Aber die Welt ist groß und Gedanken sind frei – es kann gut sein, dass schon jemand anderem genau dasselbe eingefallen ist.
Wie dem auch sei: Seht diesen Beitrag einfach als Geschenk von mir an die ganze Zauber-Community, ein kleines Sandkorn in diesem riesigen Sack.
Ein wichtiger Punkt, den ich ganz vergessen habe zu erwähnen ... Bevor ihr eure Loops bastelt, solltet ihr die Kärtchen bereitliegen haben, auf die sie draufkommen 😅
Und zwar so.
Alle fix und fertig vorbereitet und direkt mit ihren Umschlägen.
Und für die persönliche Note (ist natürlich optional) könnt ihr eure eigenen Stempel anfertigen.
Also, das Kärtchen sollte von Schlitz zu Schlitz – sprich dort, wo der Faden an beiden Enden eingehängt wird – genau dem Abstand von Punkt A bis Punkt B entsprechen.
Das ist die genaue Distanz. Das Kärtchen selbst sollte also rund 8 mm länger sein (je nachdem, wie tief ihr die Schlitze schneidet).
Bei Fragen einfach melden.
HINWEIS: Ich deaktiviere mal die Option "LÖSUNG" (unter dem hochgeladenen Video), damit ihr eure Fragen direkt hier stellen könnt.
Ich wollte euch ein Geschenk machen... vor allem für diejenigen, die echtes Interesse zeigen (ohne euch hätte ich gar keine Lust, irgendwas zu machen). Damit ihr alles, was bisher erschienen ist, direkt griffbereit habt, habe ich beschlossen, die gesamten Infos zusammenzutragen – und zwar in diesem PDF.
Ich bin weder Lehrer noch ein Meister der Didaktik, aber ich habe versucht, es so gut wie möglich aufzubereiten (es gibt sicher noch Verbesserungspotenzial).
Wie dem auch sei, hier habt ihr es:
https://drive.google.com/file/d/19MxOFuCcFLebXiNLEHVdn63Yz7PQkspu/view?usp=sharing
Ladet es euch einfach herunter, wenn ihr Interesse habt, teilt es mit anderen Magier*innen oder behaltet das Geheimnis ganz für euch selbst.
Viele Grüße und gut Kunst!!!
Hi Leute...
Erstmal einen doppelten Kaffee aufbrühen...
Kamerastativ ausrichten...
In meiner Werkstatt noch schnell (optisch) ein bisschen Ordnung schaffen...
Gleich geht’s ans Video.
Mein Plan ist, so wenig wie möglich zu schneiden. Hoffentlich klappt es direkt in einem Rutsch 🙂.
Und wenn nicht: Mehrere Clips aufnehmen und ab in den Schnitt 😅.
Danke an euch! Solange es auch nur "einer einzigen Person" hilft, bin ich schon absolut zufrieden.
Wenn ich mehr als einem helfen kann, bin ich umso glücklicher – dann ist meine Mission erfüllt 😋.
DETAILS ZUM ABSCHNEIDEN (Beim Durchsehen sind mir ein paar Fehler aufgefallen, die ich mit ein paar Notizen ergänzen muss)
Ich habe ein Loop aus unsichtbarem elastischem Garn hergestellt (am Ende schreibe ich noch etwas dazu). Mein Plan war, ein paar Fotos vom finalen Schnitt zu machen, damit man alles gut erkennt – ein Schnitt, den man im Video wegen meiner Lupe und meiner dicken Rübe im Weg nicht sehen kann, und im ersten Video erkläre ich es auch nicht besonders gut.
Und es gibt eine wichtige Sache, die ihr beachten müsst.
Wenn ihr die Spannung für den finalen Schnitt aufgebaut habt, schneidet das Fadenende NIEMALS so ab.
Ich erkläre es kurz: Egal wie stark die Spannung ist, es wird so höchstwahrscheinlich nicht sauber schneiden.
Warum? Es verrutscht extrem leicht, selbst wenn es unter Spannung steht. Am besten macht ihr es wie folgt:
Ihr legt den Knoten fast ganz vorne an die untere Schneidekante der Schere (in diesem Fall und bei diesem Loop habe ich den Knoten nicht gestrafft, um ihn verschwinden zu lassen, damit man ihn auf dem Foto gut erkennt – das war Absicht, aber manchmal bleibt ein Knoten eben so, ist mir auch schon passiert).
Sobald er in der richtigen Position ist, drückt ihr mit dem Zeigefinger auf den Faden gegen die Schere, um die Position des Knotens auf der Kante fixiert zu halten (am Anfang verrutscht es euch vielleicht ein bisschen, aber das ist nur eine Frage von Fingerspitzengefühl und Ruhe).
Als Nächstes ein schneller Schnitt. Je näher ihr den Faden an der Innenseite der Klingen ansetzt, desto einfacher ist das Abschneiden, weil der Faden dann weniger Spiel hat.
Und das war's auch schon 😊
HINWEIS ZUM LOOP AUS UNSICHTBAREM ELASTISCHEM GARN
Oder wir könnten es auch... LOOP-TRAINER
nennen. Oft ist es so, dass man selbst etwas erschafft – eine Idee –, aber nicht sofort das volle Potenzial erkennt, was man damit alles machen kann.
Ich schätze, ich muss mich allgemein bedanken – ganz besonders bei denen, die Interesse an meiner Idee gezeigt haben. Da ich dieses Tutorial für das Forum erstellt habe, versuche ich zum ersten Mal, das Ganze didaktisch aufzubereiten (bisher hatte ich alles nur im Kopf). Das hat mich auf diese neue Idee gebracht – eher eine Ergänzung, aber ich denke, sie wird extrem nützlich sein.
Als ich die Fotos von den letzten Details für den finalen Schnitt gemacht habe, ist mir etwas aufgefallen. Da ich für das Foto ein dickeres unsichtbares elastisches Garn verwendet habe, damit man die Markierung gut erkennen kann, wurde mir klar: Wenn ihr mit diesem Garn ein Loop bindet, könnt ihr es hervorragend nutzen als Loop-Trainer.
Es ist extrem praktisch zum Üben (viel besser als normale Gummibänder) und ein Grund mehr, sich die Tejedora (Wickelhilfe) zu bauen, selbst wenn man noch keine Spulen mit echtem unsichtbarem elastischem Faden besitzt.
Natürlich könnte man diese Art von Loops (mit diesem Garn) auch komplett von Hand machen (einfach ein paar Knoten mit euren Maßen machen und fertig), aber ich fand diese Entdeckung so interessant, dass ich sie mit euch teilen wollte.
Vor allem, weil es für Anfänger sehr nützlich sein wird, um zu verhindern, dass man am Anfang ständig seine wertvollen Loops zerreißt.
Schöne Grüße und gut Trick!!!
Wie schaffst du es bloß, Knoten in den elastischen Faden zu machen? Ich krieg's einfach nicht hin. Ich will mir eigene Loops machen – 12 cm Umfang, also 6 cm mit Knoten – für den Rising-Card-Trick, aber ich schaffe es einfach nicht.
Danke.
Gestern habe ich euch noch versichert, dass es das „letzte“ Video war :slight_smile:.
Obwohl ich damit eigentlich das „letzte für den Tag“ gemeint habe, 😂 😂 😂
War nur Spaß...
Gestern habe ich am Ende des letzten Videos (dem Bonus-Video) noch 5 Fäden auf dem Board vorbereitet.
In diesem neuen, kurzen Video zeige ich euch, wie man die Loops in nur wenigen Minuten bindet (wenn die Boards erst mal vorbereitet sind).
Das war noch das letzte Detail, das mir gefehlt hat. :slight_smile:
Da merkt man einfach die Erfahrung und die Lockerheit, richtig gutes Tutorial, Meister!
G E N I A L !!
Vielen Dank, ein großartiger Beitrag.
Versprochen ist versprochen – hier ist mein Loop-Winder dank des genialen Tutorials von @Zeta. Jetzt geht's ans Ausprobieren!
Genial!!!!!
Ich bin absolut begeistert und freue mich riesig zu sehen, dass du es geschafft hast.
Herzlichen Glückwunsch sowohl an den Schüler als auch an den Meister!!!
Viele Grüße