Der glücklose Falschspieler

Hallo zusammen.

Ich übe in letzter Zeit das Kunststück „Der glücklose Falschspieler“.

Ich hänge gerade beim Hamman-Count fest. Obwohl ich mehrere Bücher habe, die die Fingerhaltung und das Handling beschreiben, fällt es mir schwer, das Ganze flüssig hinzubekommen.

Kennt ihr eine alternative Technik zum Hamman-Count? Ich habe irgendwo mal gelesen, dass man stattdessen die Fahrstuhl-Mischung nutzen kann, aber die gefällt mir weniger.

Ich weiß nicht, vielleicht hilft am Ende einfach nur üben, üben und nochmals üben.

Viele Grüße

3
15
An der Diskussion teilnehmen...

Hallo.

Vielleicht kannst du ja mal die Version von Gabi Pareras ausprobieren, bei der die Handhabung vereinfacht ist (und das mit nur 6 Karten drumherum).

Die genaue Methode dieser Version findest du auf „Rutinas Cartomagicas“ (DVD von Gkaps).

Viele Grüße!

4

Ich mache die Routine genau so, wie Gabi sie zeigt (ich habe genau diese Klasse, haha) mit einem viel einfacheren Handling als zum Beispiel Pepe Carrol.

Wenn man sich Gabis Routine ein bisschen genauer anschaut, kriegt man eigentlich ganz gut raus, wie sie läuft.

Aber klar, da muss man vor Leuten schon Eier haben, weil man einen 6-fach-Lift und eine Abgabe in den Schoß machen muss.

2

Danke Willy und Rubén, ihr seid GROSSARTIG

2

Danke Josep, Ruben und Willy für eure Tipps und die Zeit.

Das Abladen (die „Descarga“) macht er so sauber, dass ich es nicht einmal in Zeitlupe sehe, wenn er es macht. Ich vermute, er macht es während er die unteren Karten zeigt.

Mit dem Double Lift habe ich keine Probleme, ich werde den Move beim Abladen weiter üben, damit er so unauffällig wird, wie es der großartige Gabi vormacht.

Beste Grüße

2

Damals habe ich ein paar Videos auf Telegram geteilt, wie ich genau bei diesem Effekt das Entladen mache – ich weiß gar nicht, ob du da schon im Kanal warst.

2
Jose Sánchez· Mar 15

Hi David.

Ich würde dir empfehlen, etwas Zeit in das Üben und Verfeinern der Technik zu investieren, bis sie sich ganz natürlich anfühlt und völlig geräuschlos abläuft. Wenn sie sauber ausgeführt wird, wirkt der Effekt viel cleaner und überzeugender, als wenn du auf alternative oder auffälligere Lösungen ausweichst. In der Kartenmagie entsteht die Klarheit eines Effekts meistens genau aus der Präzision der technischen Details.

Du hast auch die Option, den Count zu nutzen, aber eine kurze Pause genau im Moment des heimlichen Griffs einzubauen. In Cartomagia Fundamental (Seite 263) erklärt Vicente Canuto verschiedene nützliche Hilfsmittel für genau jene Momente, in denen der Ablauf noch nicht ganz flüssig läuft. Es handelt sich dabei um kleine Rechtfertigungen oder Ablenkungen, die dir eine Sekunde zum Durchatmen verschaffen, ohne dass das Publikum etwas Verdächtiges bemerkt.

Wenn es sich bei den Karten beispielsweise um Joker handelt, kannst du dem Publikum eine Frage stellen:

„Wie würdet ihr diese Karten nennen?“

Während jemand antwortet, kannst du so etwas sagen wie:

„Joker, Comodines… im Grunde ist der Name völlig egal.“

Dieser kurze Austausch verschafft dir einen Moment des Innehaltens. Indem du auf jemanden zeigst oder den Blick auf einen Zuschauer richtest, verlagerst du subtil den Fokus der Aufmerksamkeit. Der Blick erzeugt, wenn er richtig eingesetzt wird, eine Art Wahrnehmungsschatten: Das Publikum folgt deiner Aufmerksamkeit, nicht deinen Händen. In diesem fast unsichtbaren Zeitfenster wird der geheime Griff dank der Misdirection viel natürlicher abgedeckt.

Ich hoffe, das hilft dir weiter.

1