Aufnahme, Streaming und Projektion von Close-up-Zauberei
Diese Lektion bietet eine praktische Einführung in die audiovisuelle Produktion von Close-up-Magie. Borja Montón unterscheidet drei Anforderungen: das Aufnehmen zur Überprüfung oder zum Teilen einer Performance, das Streamen einer Show im Internet und das Projizieren des Bildes auf eine Leinwand, damit ein größeres Publikum den Details folgen kann. Der Inhalt konzentriert sich auf Equipment und Signalwege; es werden weder neue Techniken noch Kartenroutinen vermittelt.
Aufnahme mit einem einfachen Setup
Der Ausgangspunkt ist ein Smartphone und ein stabiler Halter. Es wird ein kompaktes Stativ gezeigt und es werden vertikale, horizontale sowie breitere Bildausschnitte verglichen, bei denen sowohl der Künstler als auch der Tisch zu sehen sind. Die Aufmerksamkeit beschränkt sich nicht nur auf die Hände: Auch die Präsentation der Person und die Informationsvermittlung an die Zuschauer des Videos sind wichtig.
Es wird erklärt, warum es ratsam ist, Fokus und Belichtung manuell zu steuern, um automatische Sprünge während einer Performance zu vermeiden. Der Dozent zeigt Einstellungen an seinem Telefon und nennt Blackmagic Camera als Beispiel für eine App mit zusätzlichen Steuerungsoptionen. Der genaue Weg, um zu diesen Einstellungen zu gelangen, hängt vom jeweiligen Gerät ab.
Ebenfalls besprochen werden Lavaliermikrofone und andere Optionen zur Tonaufnahme. Die Videokamera dient als Alternative, um auf Speicherkarten aufzunehmen und die Clips separat vom Telefonspeicher zu organisieren.
Beleuchtung und Bildausschnitt
Borja schaltet die Studiolampen ein und aus, um zu zeigen, wie sich das Bild verändert. Er erklärt die Funktion eines Hauptlichts, eines Aufhelllichts und eines Lichts, das den Körper vom Hintergrund trennt. Man beobachtet Schatten und den Effekt, wenn Hintergrund oder Arbeitsfläche zusätzlich beleuchtet werden.
Die Demonstration ermöglicht den Vergleich einer einfachen Haushaltsbeleuchtung mit mehreren gezielt platzierten Lichtquellen. Das Ziel ist es zu verstehen, was jedes Licht beiträgt, bevor man weiteres Equipment hinzufügt.
Analysiert wird zudem der Unterschied zwischen einer Live-Performance und dem Aufnehmen durch eine Kamera. Der Bildausschnitt und die Möglichkeit, einen Move zu überprüfen, machen es erforderlich zu testen, welche Techniken und Abdeckungen in der Aufnahme funktionieren. Es wird der Einsatz weiterer Einstellungen besprochen, um eine klare audiovisuelle Präsentation aufzubauen.
Streamen im Internet
Die Erklärung führt durch ein Setup mit einer während der Session mit Strom versorgten Kamera, Mikrofon, Videoausgang, Capture Card und Computer. Die Funktion der Capture Card wird verdeutlicht, indem das Signal einer Kamera in den Computer eingespeist wird, der den Stream durchführt.
OBS wird als Werkzeug zum Empfangen und Verwalten von Bildern vorgestellt. Es gibt eine Demonstration eines iPhones als Signalquelle auf dem Computer des Dozenten sowie Verweise auf Plattformen wie Zoom und YouTube. Diskutiert wird der Nutzen einer stabilen Netzwerkverbindung sowie die Berücksichtigung von Stromversorgung und möglichen Anrufen auf dem Telefon.
Dies ist eine Einführung in den Workflow und die Möglichkeiten des Programms, keine vollständige Konfiguration aller Plattformen und keine Garantie dafür, dass jedes Mobiltelefon exakt gleich funktioniert.
Magie in einem Saal oder Theater projizieren
Damit das Publikum kleine Details sehen kann, wird der Signalweg von der Kamera zu einem Fernseher oder Beamer untersucht. Erklärt wird der Unterschied zwischen der kontinuierlichen Bildübertragung und dem Umweg über einen Computer oder Mischer, um zu entscheiden, wann das Bild eingeblendet wird.
HDMI-Verbindungen werden gezeigt, auf die eventuelle Notwendigkeit von Adaptern hingewiesen und Lösungen zur Überbrückung der Distanz zwischen Bühne und Regieplatz verglichen: Extender über Netzwerkkabel, HDMI/SDI-Konverter und Funksender. Aufnahmequalität, Latenz, Stromversorgung und die Kompatibilität des gesamten Systems fließen in diese Entscheidung mit ein.
Der ATEM Mini wird als Beispiel für einen Bildmischer präsentiert, um mit mehreren Kameras zu arbeiten. Beschrieben wird auch ein einfacherer Aufbau mit einer Capture Card, ohne dass das gesamte gezeigte Equipment angeschafft werden muss.
Kontrollieren, was das Publikum sieht
Mit Szenen in OBS kann zwischen Kamera, Schwarzbild und einem Bild wie dem Show-Logo gewechselt werden. Es wird besprochen, wie ein Techniker diese Übergänge während der Performance steuert.
QLab wird kurz als weiteres Tool vorgestellt, um die Kamera anzusteuern und Inhalte auf verschiedene Bildschirme zu lenken. Seine Möglichkeiten zur Koordination von Musik, Licht und Show-Cues werden angerissen; diese Lektion umfasst jedoch keine vollständige Programmierung dieser Funktionen.
Material und Vorbereitung
Um mit den Aufnahmen zu beginnen, genügen ein Telefon oder eine Kamera, ein stabiler Halter und eine Beleuchtung, die eine gute Sicht auf die Performance ermöglicht. Je nach Ziel werden Mikrofon, Computer, Capture Card, kompatible Kabel oder Adapter, Internetverbindung sowie ein Monitor oder Beamer hinzugefügt.
Es sind weder fortgeschrittene Techniken der Cartomagia noch Vorkenntnisse in der Videoregie erforderlich. Allerdings ist es ratsam, die Anschlüsse des vorhandenen Equipments zu kennen und den Signalweg vor dem Aufbau zu planen. Die genannten Modelle, Programme und Preise entsprechen dem Stand der Aufnahme: Die Lektion soll das Verständnis für deren Funktionen vermitteln, ohne universelle Spezifikationen oder Kompatibilitäten zu garantieren. Die Notizen von Luis Olmedo werden als externe Referenz empfohlen und sind nicht als Download-Material enthalten.